Das Bundesfinanzministerium veröffentlicht den Diskussionsentwurf zu der Gewinnabgrenzungsaufzeichnungs-verordnung (GAufzV)

Durch das Gesetz zur Umsetzung der Änderungen der EU-Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und -verlagerungen vom 20. Dezember 2016 (BGBl. 2016 I S. 3000) sind die gesetzlichen Regelungen zu den Aufzeichnungspflichten des § 90 Absatz 3 der Abgabenordnung (AO) modifiziert worden.

Ausgangspunkt dieser Änderung war der Abschlussbericht des G20/OECD-BEPS-Projekts (Base Erosion and Profit Shifting, auf Deutsch: Gewinnverkürzungen und Gewinnverlagerungen) zu Maßnahme 13 mit dem Titel „Verrechnungspreisdokumentation und länderbezogene Berichterstattung“. Dieser Abschlussbericht enthält unter anderem Handlungsempfehlungen für die Steuerverwaltungen im Hinblick auf die Dokumentation von Verrechnungspreisen. Dementsprechend ist auch eine Anpassung der Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung vom 13. November 2003 (BGBl. I S. 2296) erforderlich. 

Die Änderungen erfolgten zum einen aus redaktionellen und klarstellenden Gründen, vor allem aber dienen sie der Gliederung der Verrechnungspreisdokumentation in eine landesspezifische, unternehmensbezogene Dokumentation (Local File) und eine Stammdokumentation (Master File). Wegen der zahlreichen Einzeländerungen der Verordnung erfolgt die Umsetzung im Wege einer Ablösungsverordnung. 

 

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