Verlustverrechnung

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  1. Beschränkung bei der Verrechnung von Verlusten aus privaten Kapitalforderungen

Beschränkung bei der Verrechnung von Verlusten aus privaten Kapitalforderungen

Nachdem die im Rahmen des sogenannten Jahressteuergesetzes 2019 geplanten Einschränkungen bei der Verlustverrechnung (§ 20 Abs. 2 EStG-E) im Gesetzgebungsverfahren wieder verworfen wurden, soll nun im Rahmen des Gesetzes zur Einführung einer Pflicht zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen (Bundesdrucksache 19/14685) eine mildere Form der Beschränkung aufgenommen werden (vgl. Beschlussempfehlung des Finanzausschusses, Bundesdrucksache 19/15876).

Demnach soll Folgendes gelten:

§ Verluste aus Termingeschäften i.S.d. § 20 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 EStG dürfen nur mit Gewinnen aus Termingeschäften oder mit Einkünften gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 11 EStG  (Stillhalterprämien) bis zu einer Höhe von 10.000 EUR verrechnet werden. Falls keine Verrechnung möglich ist, besteht die Möglichkeit eines Verlustvortrages bis zu einer Höhe von 10.000 EUR pro Folgejahr.

Zeitliche Anwendung: Verluste, die nach dem 31.12.2020 entstehen

§ Verluste aus ganz oder teilweisem Forderungsausfall, aus der Ausbuchung wertloser Wirtschaftsgüter, Übertragung wertloser Wirtschaftsgüter auf einen Dritten i.S.d. § 20 Abs. 1 EStG oder aus einem sonstigen Ausfall der Wirtschaftsgüter dürfen nur mit Einkünften aus Kapitalvermögen bis zu einer Höhe von  10.000 EUR verrechnet werden. Falls keine Verrechnung möglich ist, besteht ebenfalls die Möglichkeit eines Verlustvortrages bis zu einer Höhe von 10.000 EUR pro Folgejahr.

Zeitliche Anwendung: Verluste, die nach dem 31.12.2019 entstehen