Vermögensnachfolge

Letzte Beiträge zum Thema Vermögensnachfolge

  1. Steuerberatungskosten für die Erstellung der Einkommensteuererklärung/Selbstanzeige für den Erblasser – vom Nachlass steuerlich abziehbar?
  2. Bundesrat stimmt der Erbschaftsteuerreform zu
  3. Zustimmung im Bundestag: Erbschaftsteuerreform nimmt erste Hürde
  4. Lange verhandelt währt lange? Einigung zur Erbschaftsteuer erzielt!
  5. Ringen um Erbschaftsteuerreform geht weiter: Vermittlungsausschuss vertagt
  6. Auch bei Ehegatten ist grundsätzlich dem Kontoinhaber das Vermögen zuzurechnen – Schenkungsteuerpflichtige Zuwendung unter Ehegatten

Steuerberatungskosten für die Erstellung der Einkommensteuererklärung/Selbstanzeige für den Erblasser – vom Nachlass steuerlich abziehbar?

Die Erben sind dazu verpflichtet, falsche Steuererklärungen für den Verstorbenen zu korrigieren und ausstehende Steuererklärungen ein-/nachzureichen. Ob die Erbschaftsteuer durch die Steuerberatungskosten für die Erstellung der Einkommensteuererklärungen gemindert werden kann, hängt davon ab, wer den Auftrag für die Steuerberatung erteilt hat (BMF-Schreiben vom 11. Dezember 2015 – S 3810).

Hat der Erblasser den Steuerberater noch beauftragt, mindern die Beratungskosten die Erbschaftsteuerbelastung. Hierunter fällt auch eine über den Tod des Erblassers hinausgehende Beauftragung, solange diese nicht durch eine Kündigung seitens der Erben beendet wurde.

Beauftragen allerdings erst die Erben nach dem Tod des Erblassers den Steuerberater für die Erstellung der Einkommensteuererklärungen, liegen keine Erblasserschulden vor und es kann eine Reduzierung der Erbschaftsteuer insoweit nicht erreicht werden.

Auch für Selbstanzeigen bzw. Berichtigungserklärungen gelten diese Grundsätze. Der Erblasser selbst muss den Steuerberater beauftragt haben, damit die Beratungskosten dahingehend erbschaftsteuermindernd bei den Erben geltend gemacht werden können.

Für die Praxis: 

Die Erben sollten den Beratungsvertrag des Erblassers mit dem Steuerberater nicht unmittelbar nach dem Tod kündigen, sondern erst, wenn alle steuerlichen Angelegenheiten des Verstorbenen geklärt sind.

 

Bundesrat stimmt der Erbschaftsteuerreform zu

Am Ende ging es ganz schnell. Der Bundesrat hat – wie erwartet – dem im Rahmen des Vermittlungsausschusses verhandelten Entwurf zur Erbschaftsteuerreform in seiner heutigen Oktober-Sitzung zugestimmt, denn auch die Länder mit grüner Regierungsbeteiligung haben die Reform letztlich gebilligt. Das Gesetz soll damit rückwirkend zum 1. Juli 2016 in Kraft treten. Den Betroffenen, insbesondere Inhabern großer Betriebe, raten wir zu einer individuellen Prüfung der Auswirkungen.

Zustimmung im Bundestag: Erbschaftsteuerreform nimmt erste Hürde

Es kam wie erwartet: Zwar wurde die Einigung im Vermittlungsausschuss erst vergangene Woche erzielt, doch schon heute hat sie die erste Hürde genommen: der Bundestag hat mit den Stimmen der Großen Koalition mehrheitlich dem vom Vermittlungsausschuss gefundenen Kompromissvorschlag zugestimmt. Lediglich die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen sowie Die Linken stimmten gegen den Reformvorschlag.
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Lange verhandelt währt lange? Einigung zur Erbschaftsteuer erzielt!

Nachdem sich der Vermittlungsausschuss zuletzt am 9. September 2016 noch vertagt hatte und auch der damals eingesetzte Arbeitskreis in wesentlichen Punkten noch nicht alle Streitpunkte beseitigen konnte, wurde in der gestrigen Nacht nunmehr im Vermittlungsausschuss eine Einigung erzielt.
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Ringen um Erbschaftsteuerreform geht weiter: Vermittlungsausschuss vertagt

Mit Spannung wurde die zweite Sitzung des Vermittlungsausschusses am gestrigen Abend erwartet. Doch nach nur kurzen Beratungen vertagte sich der Ausschuss auf Mittwoch, den 21. September 2016. Die wenige Zeit bis dahin will der Ausschuss dafür nutzen, in einer Arbeitsgruppe eine Lösung zu finden. Denn die Zeit drängt: sollte sich der Vermittlungsausschuss in diesem Termin nicht auf einen Kompromiss verständigen, könnte das Bundesverfassungsgericht für klare Verhältnisse sorgen und fürs Erste sämtliche Steuerbefreiungen für Unternehmer streichen.

Wieder einmal zeigt sich: die Nachfolge will früh geplant sein.

Auch bei Ehegatten ist grundsätzlich dem Kontoinhaber das Vermögen zuzurechnen – Schenkungsteuerpflichtige Zuwendung unter Ehegatten

Unter Ehegatten liegt eine schenkungsteuerpflichtige Zuwendung auch dann vor, wenn ein Ehegatte den Vermögensbestand seines Einzelkontos/-depots auf den anderen Ehegatten überträgt. Will der beschenkte Ehegatte geltend machen, dass er bereits vor der Übertragung die Hälfte des Vermögensbestandes inne hatte, trägt dieser hierfür die Feststellungslast (objektive Beweislast) dem Finanzamt gegenüber, Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 29. Juni 2016, II R 41/14.

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