Verrechnung gesondert festgestellter negativer Einkünfte des Erblassers aus Drittstaaten beim Erben

Das Finanzgericht (FG) Düsseldorf hat am 20. Dezember 2016 entschieden (13 K 897/16, Revision eingelegt, BFH IX R 5/17), dass negative Einkünfte i.S.d. § 2a EStG eines Erblassers mit den positiven Einkünften der jeweils selben Art und aus demselben Staat nach § 2a EStG des Erben als Gesamtrechtsnachfolger ausgeglichen werden können.

Das zuständige Finanzamt lehnte die Feststellung von verbleibenden negativen Einkünften aus der Vermietung eines Hauses in der Schweiz nach § 2a EStG ab. Das Finanzgericht hingegen gewährte die Verlustfeststellung. Ziel und Zweck von § 2a EStG ist es – anders als bei § 10d EStG – nicht, die verminderte Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen im Jahr der Verlustentstehung in einem anderen Jahr steuerlich zu berücksichtigen. Vielmehr soll durch § 2a EStG eine Verrechnung von Verlusten mit anderen Einkünften verhindert und lediglich ein positiver Überschuss um einen zuvor entstandenen, aber steuerlich nicht berücksichtigten Verlust, gemindert werden.

Das Revisionsverfahren ist beim Bundesfinanzhof anhängig.

 

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